Freitag, 25. Mai 2007

Heute haben wir es beim Aufstehen wieder ein wenig schleifen lassen und prompt die Quittung bekommen. WÄRME. Das Zelt musste auch wieder nass eingepackt werden, da abermals kein Lüftchen wehte, um das Kondenswasser verschwinden zu lassen.

Was soll’s, weiter Richtung Osten. Falls es jemand interessiert? Die Landschaft ist wie gestern.

Na bitte, aber jetzt. Jetzt hat uns der lange Arm der Korruption eingeholt. Aber vielleicht lag es auch nur daran, dass EF genau vor einem Straßenposten über die Sperrlinie fahren wollte. Also ab in die „Mautstation“. Um es kurz zu machen, von zuerst 30€ auf 10€ runtergehandelt. Und für 10€ durften wir dann sogar mit Straßensicherung über die Sperrlinie fahren.
........ da, da hinten ist sie: Die Grenze nach Russland. Doch bevor noch einmal die ukrainischen Grenzer mit uns ihren Spaß haben sollten, mussten wir uns erst noch schnell eine Versicherung für Russland kaufen. Aber das hatte man uns schon in Berlin, im Reisebüro, erzählt. Ca. 70€. Wir haben bis heute nicht versucht herauszufinden, ob man die Versicherung nicht woanders auch hätte billiger kaufen können. Das wollen wir auch nicht wissen.
So, und los geht’s – nachdem die ersten Grenzer mit unseren Papieren soweit zufrieden waren, erklärte der eine von denen die Grenze ab jetzt für 2Std geschlossen und grinste dabei. Alles klar. Wir fragten wie viel? Pro Person 10€. Mit etwas Schauspielerei, von wegen kein Geld mehr und wie wild rumsuchen, haben wir dann insgesamt satte 10€ zusammengekratzt und dem Grenzer noch einmal den Pass zur „Nachkontrolle“ gereicht. Schon hatten sich die Öffnungszeiten wieder zu unseren Gunsten geändert.
Bei den nächsten Beamten durften wir dann ALLES auspacken. Kein Problem. Macht man doch gerne, wenn es draußen so schön warm ist. MUFF! Auch hier kam dann irgendwann die Frage, ob wir nicht einen kleinen Obolus entrichten möchten? Wir haben aber auch dazugelernt und gesagt, dass er sich bei den Straßenpolizisten und bei seinen Kollegen weiter vorne bedanken solle. Dann haben wir noch mit besorgter Miene nach einem Geldautomaten gefragt und gesagt, dass wir jetzt nicht einmal mehr Geld zum Tanken hätten und die Sache war geritzt. Um das „Bezahlen“ kommt man wahrscheinlich gar nicht herum, aber man kann ja den Schaden begrenzen. Alles wieder schön verpackt, durch eine Art Desinfektionsbad gefahren und bei den russischen Grenzern wieder gehalten.
Zettel ausfüllen hier, Stempel holen da, irgendwas bezahlen dahinten, Unterschrift dort drüben. Dann zum nächsten Häuschen. Wieder alle Papiere zücken und neue Zettel ausfüllen. Wobei wir diesmal wahrscheinlich den Grenzer bis kurz vor einen Nervenzusammenbruch getrieben haben. Zuerst hat keiner den anderen verstanden, was man voneinander will. Mit einem kleinen Wörterbuch Russisch-Deutsch und Deutsch-Russisch ging’s dann doch irgendwie. Nun wollte der Grenzer aber noch für ein Dokument ganz genau wissen, wann wir in Moskau ankommen und wie lange wir dort bleiben wollen. Wir wiederum haben ihm versucht zu erklären, dass da noch alles mögliche dazwischen kommen kann und das wir beim besten Willen nicht sagen können, wann wir wo sind. Und wenn uns Moskau gefallen sollte, dass wir dann auch länger bleiben würden. Nach vielem hin und her hat er dann völlig entnervt etwas reingeschrieben und fertig. Ein anderer Kollege von ihm meinte, dass jetzt wohl ein kleines Präsent fällig wäre. Beim Papiere einpacken müssen wir dann einen 5€ Schein übersehen haben ;-). Da haben wir es aber irgendwie gerne getan. So eine Geduld wie er mit uns hatte. Auf der russischen Seite waren sowieso alle freundlicher, egal an welchem Schalter oder Häuschen wir etwas zu erledigen hatten. Im Grenzgebiet war zum Glück ein Geldautomat, nachdem wir unsere ersten und letzten Rubel auf der ukrainischen Seite für diese Versicherung ausgegeben hatten. Kurzer Blick auf die Uhr. 6,5Std, um von einem Land in das nächste zu gelangen.
Okay, auf geht’s, in das weite unbekannte Land. Wie schon erwähnt, normalerweise sind hinter jeder Grenze die ersten Kilometer der Straßen gut. Da möchte wohl jedes Land erstmal zeigen, wozu es straßenbautechnisch in der Lage ist. Nicht Russland!
Nach ein paar Metern schoss EF an Phil vorbei, um ihn zu stoppen. Nanü, sollte Phil in der Landschaft etwa was übersehen haben? Nein war doch nichts Wichtiges. Der volle Hünersdorffkanister hatte sich nur bei Tempo 100 selbstständig gemacht und ist wie ein Gummiball Erdferkel vor der Nase rumgehopst. Und das Ding hat gehalten!
Weit sind wir heute nicht mehr gekommen. Die Landschaft war ähnlich beruhigend wie in der Ukraine. Schnell ein Blick auf die Karte. Schwein gehabt. In der Nähe war gleich ein großer See. Leider stand der Wind/Lüftchen in unsere Richtung und somit auch der ganze Dreck. Algen, tote Fische usw. Was soll’s, trotzdem reingehopst.
Beim Entladen die nächste Überraschung. Phils Koffer am Moped war nur bis zur Hälfte gefüllt. Da waren eine Menge Ersatzteile von KTM GST-Berlin drin und damit war der Koffer, obwohl nur bis zur Hälfte voll, 7Kg über zulässig. Somit hatten die Sachen auch genug Platz, hin und her zu fliegen. Kurzum, Phils Axt hatte eine von 3 Flaschen Oktanbooster zerkloppt. War `ne schöne Sauerei. Die anderen beiden Flaschen sind im Verlauf der Reise auch noch kaputt gegangen. Trotz vermeintlich guter Verpackung. Im Übrigen braucht man so’n Quatsch nicht. Selbst in den
kleinsten Dörfern gibt es immer noch 92er Benzin. Auch wenn man Super tanken muss, dann hört sich die Karre eben mal eine Tankfüllung lang komisch an.
Abends haben sich dann ein paar Jugendliche und Kinder zu uns gesellt. Die waren natürlich total an den Mopeds interessiert. Kurzzeitig kam auch ein LADA mit 6 hübschen Mädels. Die sind leider nur kurz geblieben.


Die anderen Jugendlichen sind dann auch verschwunden, um kurze Zeit später mit Partyzubehör wieder zu kommen. Feuerholz, Getränke und was zu Essen. Wir haben noch unsere „Reste“ dazugelegt und los ging’s mit dem gemütlichen Abend. Einer von den Jugendlichen brachte noch selbst angesetztes irgendwas....... Er meinte, dass sei was ganz besonderes. Wir waren jedoch der Meinung, das dass Benzin mit Zitrone ist. Hat er aber wacker abgestritten. Seine Kumpels haben uns zugestimmt.
Zwischendurch noch ein Blick auf’s Tacho, 300Km.



Donnerstag, 24. Mai 2007


Haben dazugelernt. Sind heute schon um 5 Uhr aufgestanden, bei angenehmen 15 Grad. Alles schön verzurrt und weiter geht’s.
1:0 für Deutschland! EF hat im nächsten Dorf ein Huhn erlegt. Das dusselige Vieh ist ihm genau in das Vorderrad gerannt. Zum Glück hatte der Bauer das nicht gesehen. Wäre bestimmt sein größtes, bestes und schönstes gewesen.
Sind dann weiter Richtung Tschernobyl und haben versucht in die Stadt zu fahren. Aber keine Chance. Alles weiträumig mit bewachten Straßensperren gesichert.
Selbst auf der Karte ist das abgesperrte Gebiet eingezeichnet. Allerdings muss man da schon etwas genauer hingucken, denn in dem abgesperrten Bereich sind alle Dörfer grau eingetragen. Ist uns aber auch erst etwas später aufgefallen. Also weiter durch die teilweise verlassenen Dörfer Richtung Kiev.
In Kiev wurden wir gleich mal mit einem Verkehrsunfall begrüßt. 2 Autos waren zusammengekracht und eine Frau lag auch blutend auf der Straße. Insgesamt waren es 3 Unfälle die wir in Kiev gezählt hatten. Erstaunlich wenig, so wie die fahren.
Haben dann erstmal irgendwo in der Stadt eine Pause gemacht und eine Touristeninfo gesucht. Bei der Suche waren die Menschen sehr hilfsbereit und haben angefangen rumzutelefonieren. Ein Phänomen, das wir später noch öfter erfahren konnten, dass die meisten gleich ihre Handys herausholen, nach dem Motto einer wird’s schon wissen.
Letztendlich hatten wir schon neben einem Touristenbüro gehalten, ca.10m, war aber als solches nicht zu erkennen. Sind eigentlich mehr Reisebüros. Dort haben wir nachgefragt, was man denn machen muss, wenn man in das Sperrgebiet möchte. 4-5 Tage würde der Papierkram dauern und dann könne man mit einer geführten Tour in das Gebiet. Den Preis konnte uns keiner sagen.
4-5 Tage? Nö! Zu lange und zu warm.

Also weiter, raus aus Kiev.

Ein paar Kilometer hinter Kiev erstmal Mittagspause. Nanu, was war denn hier los? Eine freundliche Bedienung und gute Portionen. Hm?
Fein, gut gestärkt ging`s weiter. Eeeeeeeeeendlos lange Geraden. Dagegen ist Schweden richtig abwechslungsreich. 1 x in der Stunde nach links und rechts gucken reicht hier vollkommen aus. Später drängte sich Phil auch der Gedanke auf, dass 1 x täglich auch reichen müsste.
Und die Zeit zum Plätzchen suchen war auch wieder ran. Schnell noch was eingekauft und ab an einen kleinen See, inkl. Mücken und Gnietzen. Haben an einer Badestelle unser Zelt aufgebaut und waren deshalb auch bis spät abends nicht alleine.
Immer wieder kamen „rein zufällig“ ein paar Kinder und Jugendliche vorbei. 2 davon mit ihren Mopeds. Die Detaillösungen an den Mopeds waren echt faszinierend. Da wird ein Motor mit einem Schellenband zusammengehalten oder zur Hinterradbremse führt einfach nur ein Draht und das Kettenrad ist natürlich fast glatt.
Herrlich.
Hatten wir schon die Frösche erwähnt? Wussten gar nicht, dass so viele Frösche zusammen so einen Krach machen können. Halbe Stunde Ruhe und dann 5Min richtig lautes Gequake.

Heute waren es 430Km.





Mittwoch, 23. Mai 2007


heute sind wir völlig trödelig aufgestanden. Lag wohl an der Hitze. 8.oo Uhr und schon wieder über 20Grad. Na ja, beim Fahren ist es noch zu ertragen. Nach einer ganzen Weile hat Phil festgestellt, dass er eine Sandale verloren hatte. EF hat dann an einer Tankstelle auf ihn gewartet
während Phil noch mal zurück fuhr, um seine Sandale zu suchen. 15km, BINGO da lag sie und er hatte auch etwas dazugelernt, dass eine mitteleuropäische Verzurrtechnik hier nicht ausreicht. Sind dann noch ein paar Kilometer gefahren und erstmal was essen gegangen.
Auch essen gehen will hier gelernt sein. Bis wir das System mit dem ukrainischen / russischen Essen herausgefunden hatten, ist uns so mancher Fluch entfleucht. Haben natürlich sofort immer an eine “Touriabzocke“ geglaubt. Denn hier bestellt man sich sein Essen aus „Einzelteilen“ zusammen. Nicht so wie bei uns. Ein Gericht und der Teller ist voll.
Nach dem Essen wieder auf die Karren geschwungen und weiter gen Osten. Die Sonne schien inzwischen von allen Seiten zu brennen. Die Straße war auch wieder schön klebrig und selbst beim Fahren haben wir jetzt schon zu schwitzen angefangen.
Toll, und das Phil, wo er doch Hitze so mag.


Jetzt.


Da ist sie.


Unsere erste Polizeikontrolle.


Hätte uns in Deutschland ein Polizist so versucht anzuhalten, wären wir weitergefahren. Der Ordnungshüter stand hinter seinem Auto und hat nur kurz mit seinem schwarz-weißen Regulierstab aus dem Handgelenk heraus eine kleine Bewegung gemacht. Ist dann eine Runde um die Mopeds. Woher? Wohin? KTM gut. Und wahrscheinlich angenehme Weiterfahrt gewünscht.


PUUH Glück gehabt............
Sind dann irgendwann Richtung Tschernobyl abgebogen. „Tschernobyl“ heißt auf Deutsch übersetzt „Schwarze Geschichte“. Wie passend. Zu der ohnehin schon menschenleeren Gegend kamen jetzt auch noch die ersten verlassenen Dörfer dazu. Grosse verlassene Viehzuchtanlagen und andere landwirtschaftliche Betriebe. Haben wieder versucht ein Plätzchen am Wasser zu finden und sind dabei in dem Dorf Dimarka gelandet.
Bei einem Spaziergang durch das Dorf haben wir 7 Menschen und einen Storch
gezählt. Darunter auch ein kleines Mädchen, vielleicht 6 Jahre, ansonsten nur Alte.
Ringsrum waren viele zerfallene Gehöfte. Haben auch das eine und andere verlassene Grundstück erkundet.
Abends im Zelt noch ein paar Erinnerungen von damals hervorgekramt, was man eben noch so über das Reaktorunglück weiß.
Heute waren es übrigens 331Km.


Dienstag, 22. Mai 2007









Am 22.5. sind wir gegen 8 Uhr aufgestanden und es waren schon 22 Grad.
„Bo`ey watn nu kaputt?“ ... so warm. Es sollte die nächsten Tage temperaturtechnisch aber noch besser kommen. Kurz nachdem wir losgefahren waren, war schon von weitem ein Tier auf der Straße zu sehen. Sah irgendwie angefahren aus und als ob es sich noch quälen würde. Da hat man sich schon so seine Gedanken gemacht. Tot hauen, erlösen, weiterfahren? Und was war’s? Ein Köter, der sich in einem tot gefahrenen Igel gesuhlt hat. Nach ungefähr 80 km sind wir dann erstmal an eine Tanke rangefahren, tanken, frühstücken und die Karren überprüfen. Öl, Kette, Ladungssicherung.... . Derweil wurde es immer wärmer. Gegen Mittag sind wir dann an der ukrainischen Grenze angekommen. 2,5 Stunden hatten die Grenzer ihren Spaß mit uns und wie überall gab es auch hier wieder einen „Guten“ und einen „Bösen“. Zum Glück musste der Böse bald zu einem Reisebus. Während diesem ganzen Prozedere sind wir auch mit einigen Polen ins Gespräch gekommen. Unter anderem hatten die uns ein wenig vorgewarnt, dass man in der Ukraine häufig “Maut“ entrichten müsse. Na mal sehen?. Im Grenzgebiet noch schnell Geld getauscht und weiter.



Wie gewohnt waren auch hier die ersten Kilometer der Straße recht gut. Aber dann kam ein Abschnitt, wo wir auf fast flüssigem Teer gefahren sind. Theoretisch hätten die Räder größer werden müssen. Mit Teer vollgekleckert waren die Mopeds jedenfalls und eine schöne Eierei war es auch. Wenn es hier regnet, steigt der Spaßfaktor bestimmt enorm?


Kurz darauf wechselte die Straße in eine Buckelpiste, ähnlich der früheren Autobahn
Berlin-Dresden.










Inzwischen war es jetzt auch schon später Nachmittag. Noch schnell was essen
gegangen und danach was eingekauft. Man war das in dem Kaufladen warm. Kam schon fast in die Temperaturbereiche einer Bio-Sauna. Die Süßigkeiten aus Schokolade haben wir dann doch besser liegen gelassen.


Im Laufe der Zeit hatten sich immer mehr Menschen um unsere Mopeds versammelt. Ein Zustand, an den wir uns wohl oder übel gewöhnen müssen. Auch die später immer wiederkehrenden Fragen: Woher? Wohin? Wie schnell? Wie viel Leistung? Wie teuer? Wie viel Zylinder?







Haben alle Fragen brav beantwortet und sind dann weitergefahren, ein Nachtlager suchen. Noch schnell eine kleine Geländeeinlage und Zelt aufgebaut. Der Mücken konnten wir uns mit Hilfe solcher Räucherkringel erwehren. Bei der Geländefahrt mussten wir feststellen, dass die voll bepackten Mopeds nur für max. schlechte Feldwege taugen. Die Dinger waren einfach nicht mehr zu halten, wenn sie einmal ins Schlingern kamen. Blick auf den Kilometerzähler, 460Km und ab ins Bettchen.










Montag, 21. Mai 2007


Am 1.Tag sind wir, Andreas das Erdferkel und Philipp die Moddersau, wie geplant
um 7:30 Uhr gestartet. Obwohl Phil mit seiner Freundin noch bis kurz vor 7Uhr im
Bett gelegen hat. Die Mopeds hatten wir schon am Tag davor bei unserer Abschiedsparty gepackt und wie es sich gehört noch bis kurz vor Schluss am Moped rumgeschraubt.













Auf der Fahrt von Berlin nach Polen (Küstrin) haben wir dann mal so die ersten
Slalomversuche mit den voll gepackten Karren gemacht. Zum Resultat ist Phil nur
noch „ach du meine Nase“ eingefallen. Oder um es mal im Berliner Slang zu sagen „dit jehtja janich die Scheiße“. Eigentlich war das Gepäck nicht schwerer als ein normaler Sozius, nur dass der Sozius bei Kurswechseln mitgeht. Hinter der Grenze sind wir erstmal auf ein Käffchen und Kakao rechts rangefahren und nebenbei haben wir die Helmsets von den Funkgeräten eingebaut. Gar nicht so einfach, die genaue Position der Ohren im Helm zu finden.
Wir mussten dann auch bald feststellen, dass die Gesprächsqualität über 60Km/h nur für die nötigsten Infos reicht. In Poznan hatten wir uns das erste mal kurz verfahren, weil sich das Navi “verlaufen“ hatte.

















Nachmittags waren wir noch etwas essen und haben uns anschließend auf die
Nachtlagersuche begeben. Haben auch recht schnell ein schönes Plätzchen am Wasser
gefunden...
...und weil wir so schön nassgeschwitzt waren, sind wir auch gleich mal mit Sachen
ins Wasser gesprungen.




Noch einmal einen Blick aufs Tacho - 560 km. Ist ok, da wir geplant hatten, pro Tag, nur ca. 300 km zu fahren.
Nachts, gegen 1:30 Uhr, wurden wir von Wildschweinen geweckt. Man waren die Viecher laut. Als waschechter Stadtmensch bekommt man da schon etwas Angst. Die Mopedschlüssel hatten wir schon in der Hand, um mit den Karren Krach zu machen, falls die näher gekommen wären. Aber die ganze Aktion war zum Glück nur kurz und einmalig in dieser Nacht.


Sonntag, 20. Mai 2007

Los gehts!



Zwei
Motorradfahrer
ERDFERKEL
&
MODDERSAU
quer durch Russland
mit 6 Wochen Zeit,

mit einer KTM LC8 und KTM LC4.
Mit jeweils einem neuen Kettensatz im Gepäck, 2 Sätzen Bremsbelägen für vorn, 3
Sätzen Bremsbelägen für hinten, 8L Öl, jeweils 2 Reifensätzen, diversen Kleinteilen,
Reparaturkram (z.B. Flüssigmetall), 6 Wochen Zeit und “ner Tonne fuffzig“ an Vorurteilen. Geplant war, halbwegs normal nach Moskau zu kommen und von da an nur noch schlechte Straßen bis zum östlichsten Punkt Europas, im Uralgebirge zu fahren. Schlammpisten, Regen - viel Regen, Kälte und alles, was man sonst noch so in einem Land voller Gauner und Verbrecher erwartet. Gleich vorne weg: Verdammte Vorurteile!!!! Die Vorurteile haben uns halb Russland “versaut“. ...“eine Verkäuferin ist natürlich nur freundlich zu uns, um uns abzulenken, damit draußen die Karren geklaut werden können“... ...“ein Russe mit Handy am Ohr organisiert natürlich nur seine Kumpels zum Karre klauen“... usw. usw. Doch wie so oft.......