Dienstag, 22. Mai 2007









Am 22.5. sind wir gegen 8 Uhr aufgestanden und es waren schon 22 Grad.
„Bo`ey watn nu kaputt?“ ... so warm. Es sollte die nächsten Tage temperaturtechnisch aber noch besser kommen. Kurz nachdem wir losgefahren waren, war schon von weitem ein Tier auf der Straße zu sehen. Sah irgendwie angefahren aus und als ob es sich noch quälen würde. Da hat man sich schon so seine Gedanken gemacht. Tot hauen, erlösen, weiterfahren? Und was war’s? Ein Köter, der sich in einem tot gefahrenen Igel gesuhlt hat. Nach ungefähr 80 km sind wir dann erstmal an eine Tanke rangefahren, tanken, frühstücken und die Karren überprüfen. Öl, Kette, Ladungssicherung.... . Derweil wurde es immer wärmer. Gegen Mittag sind wir dann an der ukrainischen Grenze angekommen. 2,5 Stunden hatten die Grenzer ihren Spaß mit uns und wie überall gab es auch hier wieder einen „Guten“ und einen „Bösen“. Zum Glück musste der Böse bald zu einem Reisebus. Während diesem ganzen Prozedere sind wir auch mit einigen Polen ins Gespräch gekommen. Unter anderem hatten die uns ein wenig vorgewarnt, dass man in der Ukraine häufig “Maut“ entrichten müsse. Na mal sehen?. Im Grenzgebiet noch schnell Geld getauscht und weiter.



Wie gewohnt waren auch hier die ersten Kilometer der Straße recht gut. Aber dann kam ein Abschnitt, wo wir auf fast flüssigem Teer gefahren sind. Theoretisch hätten die Räder größer werden müssen. Mit Teer vollgekleckert waren die Mopeds jedenfalls und eine schöne Eierei war es auch. Wenn es hier regnet, steigt der Spaßfaktor bestimmt enorm?


Kurz darauf wechselte die Straße in eine Buckelpiste, ähnlich der früheren Autobahn
Berlin-Dresden.










Inzwischen war es jetzt auch schon später Nachmittag. Noch schnell was essen
gegangen und danach was eingekauft. Man war das in dem Kaufladen warm. Kam schon fast in die Temperaturbereiche einer Bio-Sauna. Die Süßigkeiten aus Schokolade haben wir dann doch besser liegen gelassen.


Im Laufe der Zeit hatten sich immer mehr Menschen um unsere Mopeds versammelt. Ein Zustand, an den wir uns wohl oder übel gewöhnen müssen. Auch die später immer wiederkehrenden Fragen: Woher? Wohin? Wie schnell? Wie viel Leistung? Wie teuer? Wie viel Zylinder?







Haben alle Fragen brav beantwortet und sind dann weitergefahren, ein Nachtlager suchen. Noch schnell eine kleine Geländeeinlage und Zelt aufgebaut. Der Mücken konnten wir uns mit Hilfe solcher Räucherkringel erwehren. Bei der Geländefahrt mussten wir feststellen, dass die voll bepackten Mopeds nur für max. schlechte Feldwege taugen. Die Dinger waren einfach nicht mehr zu halten, wenn sie einmal ins Schlingern kamen. Blick auf den Kilometerzähler, 460Km und ab ins Bettchen.










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