Donnerstag, 24. Mai 2007


Haben dazugelernt. Sind heute schon um 5 Uhr aufgestanden, bei angenehmen 15 Grad. Alles schön verzurrt und weiter geht’s.
1:0 für Deutschland! EF hat im nächsten Dorf ein Huhn erlegt. Das dusselige Vieh ist ihm genau in das Vorderrad gerannt. Zum Glück hatte der Bauer das nicht gesehen. Wäre bestimmt sein größtes, bestes und schönstes gewesen.
Sind dann weiter Richtung Tschernobyl und haben versucht in die Stadt zu fahren. Aber keine Chance. Alles weiträumig mit bewachten Straßensperren gesichert.
Selbst auf der Karte ist das abgesperrte Gebiet eingezeichnet. Allerdings muss man da schon etwas genauer hingucken, denn in dem abgesperrten Bereich sind alle Dörfer grau eingetragen. Ist uns aber auch erst etwas später aufgefallen. Also weiter durch die teilweise verlassenen Dörfer Richtung Kiev.
In Kiev wurden wir gleich mal mit einem Verkehrsunfall begrüßt. 2 Autos waren zusammengekracht und eine Frau lag auch blutend auf der Straße. Insgesamt waren es 3 Unfälle die wir in Kiev gezählt hatten. Erstaunlich wenig, so wie die fahren.
Haben dann erstmal irgendwo in der Stadt eine Pause gemacht und eine Touristeninfo gesucht. Bei der Suche waren die Menschen sehr hilfsbereit und haben angefangen rumzutelefonieren. Ein Phänomen, das wir später noch öfter erfahren konnten, dass die meisten gleich ihre Handys herausholen, nach dem Motto einer wird’s schon wissen.
Letztendlich hatten wir schon neben einem Touristenbüro gehalten, ca.10m, war aber als solches nicht zu erkennen. Sind eigentlich mehr Reisebüros. Dort haben wir nachgefragt, was man denn machen muss, wenn man in das Sperrgebiet möchte. 4-5 Tage würde der Papierkram dauern und dann könne man mit einer geführten Tour in das Gebiet. Den Preis konnte uns keiner sagen.
4-5 Tage? Nö! Zu lange und zu warm.

Also weiter, raus aus Kiev.

Ein paar Kilometer hinter Kiev erstmal Mittagspause. Nanu, was war denn hier los? Eine freundliche Bedienung und gute Portionen. Hm?
Fein, gut gestärkt ging`s weiter. Eeeeeeeeeendlos lange Geraden. Dagegen ist Schweden richtig abwechslungsreich. 1 x in der Stunde nach links und rechts gucken reicht hier vollkommen aus. Später drängte sich Phil auch der Gedanke auf, dass 1 x täglich auch reichen müsste.
Und die Zeit zum Plätzchen suchen war auch wieder ran. Schnell noch was eingekauft und ab an einen kleinen See, inkl. Mücken und Gnietzen. Haben an einer Badestelle unser Zelt aufgebaut und waren deshalb auch bis spät abends nicht alleine.
Immer wieder kamen „rein zufällig“ ein paar Kinder und Jugendliche vorbei. 2 davon mit ihren Mopeds. Die Detaillösungen an den Mopeds waren echt faszinierend. Da wird ein Motor mit einem Schellenband zusammengehalten oder zur Hinterradbremse führt einfach nur ein Draht und das Kettenrad ist natürlich fast glatt.
Herrlich.
Hatten wir schon die Frösche erwähnt? Wussten gar nicht, dass so viele Frösche zusammen so einen Krach machen können. Halbe Stunde Ruhe und dann 5Min richtig lautes Gequake.

Heute waren es 430Km.





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